Kurz-Info
Moqui Marbles
- Im Bundesstaat Utah / USA kommen die auffälligen und sonderbaren Moqui Marbles vor. Auf den ersten Blick könnte sie der Laie wegen ihrer außergewöhnlichen Oberflächenbeschaffenheit, Form und Farbe durchaus für außerirdisches Material, also Meteoriten halten. Doch die Moqui Marbles haben nichts mit den echten Himmelsboten gemeinsam. Man könnte in diesem Fall jedoch von Pseudo-Meteoriten sprechen.

Moqui Marbles entstehen sedimentär in flachen Meeren. Dabei wird im Wasser gelöstes Eisen während der Ablagerung von Tonpartikeln- und Sand am Meeresgrund als Oxid ausgefällt. In ruhigen Gewässern verteilt sich das Eisenoxid gleichmäßig und bildet Eisenstein oder Toneisenstein. Die Moqui Marbles entstehen jedoch nur bei starker Wasserbewegung, wie etwa in Brandungszonen. In dieser turbulenten Umgebung setzen sich zahlreiche Sand- und Schwebeteilchen nicht am Meeresgrund ab. Das Eisenoxid legt sich unter diesen Gegebenheiten schalenförmig um die Teilchen, bis sie zu schwer werden, absinken und im Grund des Meeres eingebettet werden. Das entstandene Sediment, Sandstein mit eingelagerten Eisenoxidkügelchen, wird als Eisenoolith bezeichnet. Dieses Eisenoolith findet man auf der Insel Amrum in Deutschland, wo sie als Limonitkugeln bekannt sind.

An größeren Strudeln und Wasserwirbeln der Strömungen bilden sich in seltenen Fällen wiederkehrende Sandwirbel, die im Verlauf zur Bildung einer größeren und stabilen Schale aus Eisenoxid führen. Auf diese ungewöhnliche Art bildet die Natur Hohlkugeln aus Eisenoxid mit einer Sandfüllung, die einzigartigen Moqui Marbles.


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