Perseiden Meteor
im Flug
Alter Holzschnitt
Meteoritenfall
Perseiden Meteor
im Flug

Bild-Collage: Fiktiver Sternschnuppenschauer bei Vollmond über den Alpen.

Kurz-Info Leuchterscheinung

Gewöhnlicherweise wird die reale Größe von Meteoren oftmals stark überschätz. Meteore üblicher Helligkeit sind winzige kosmische Teilchen von der Größe einer Erbse, in den meisten Fällen allerdings wesentlich kleiner im Durchmesser. Dringt ein größeres kosmisches Objekt in die Atmosphäre der Erde ein, so ist die damit verbundene Leuchterscheinung umso heller. Dann spricht der Fachmann von einer Feuerkugel. Das Erscheinen von Boliden stellt eine nochmalige gravierende Steigerung der Helligkeit dar. Boliden besitzen eine derartige Helligkeit, dass irdische Objekte bereits deutlich Schatten werfen und die Nacht wird für wenige Sekunden taghell erleuchtet. Extrem helle Boliden sind selbst am Tageshimmel zu sehen. Eine übrigbleibende Restmasse des kosmischen Eindringlings, der die Oberfläche unserer Erde erreicht, wird als Meteorit bezeichnet.

Überwiegend ist das zu beobachtende Licht weiß, doch können die Farben während des Fluges vielfach zwischen grünlich, rötlich und gelb wechseln. Außerdem verläuft die Leuchtscheinung nicht immer kontinuierlich, sondern zeigt Veränderungen hinsichtlich der Intensität ihrer Helligkeit. In einer Höhe von etwa 300 Kilometer über der Erdoberfläche beginnt die Leuchterscheinung und findet je nach Meteortyp ihr abruptes Ende in einer Höhe von circa 30 Kilometer.

Kurz-Info Leuchterscheinung
Ein Meteor (Sternschnuppe) huscht völlig geräuschlos über das nächtliche Himmelszelt. Extrem helle Leuchterscheinungen sind hingegen oftmals von heftigen Geräuschen begleitet. Die akustische Palette erstreckt sich von Donner, Gewehrfeuer bis zu zischenden Geräuschen. Diese Geräuschkulisse sorgt bei ihrem Auftreten stets für Aufregung und Irritationen unter den Beobachtern.

Aus physikalischer Sicht sind die auftretenden Geräusche leicht erklärbar. Vor dem superschnell fliegenden Meteor bildet sich eine Kopfwelle die sich kegelförmig ausbreitet und einen donnernden Schlag erzeugt (Überschallknall). Dieses Geräusch ist in einem Umkreis von vielen dutzenden von Kilometer wahrnehmbar. Die hinter dem Meteor entstehenden starken Luftwirbel sind für die heftigen rollenden Geräusche verantwortlich. Fragmente, die durch extreme Wärmespannungen vom Mutterkörper abgespalten werden, sorgen für die weitere Geräusche.

Während der Tungusischen Explosion, die sich am 30. Juni 1908 um 7:17 Uhr in Rußland ereignete, war der gewaltige Donnerschlag noch in 600 Kilometer Entfernung zu hören.


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